Willkommen

An manchen Tagen will ich mehr

Mehr als die Luft zum Atmen:

Ich will meine Lungen füllen 

Und meine Gier nach Leben stillen.

 

An manchen Tagen will ich mehr

Mehr als die Wärme des Sommers

Ich will das Brennen der Schärfe spüren

Und Feuer in meine Adern füllen.

 

An manchen Tagen will ich mehr

Mehr als das Brot, das den Hunger stillt.

Ich will jeden Bissen mit Genuss wahrnehmen 

und meine Sinne nicht zähmen.

 

An manchen Tagen will ich mehr

Mehr als Wasser, das den Durst stillt 

Ich will nur den besten Wein trinken 

Und nicht nur in deinen Armen versinken.

 

An manchen Tagen kriege ich nicht genug vom Leben

Ich bin gierig und voller Sehnen

Ich bin ungeduldig und getrieben

 

Kannst du mich trotzdem lieben?

 

(c) angelika Schäfer

 

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Übersetzung von

The hill we climb  by Amanda Cormans

 

Den Berg, den wir erklimmen

 

Wenn der Tag kommt fragen wir uns,
wo können wir das Licht finden in dieser ewigen Dämmerung?
Den Verlust, den wir zu tragen haben,
ein Sumpf durch den wir waten müssen.

Wir haben das Biest gezähmt,
und wir haben gelernt das Stille nicht für Friedlichkeit steht.
Und die Regeln und Vorstellungen
wie es gerade ist,
sind nicht unbedingt Gerechtigkeit

Und doch ist der Sonnenaufgang in uns,
schneller als wir dachten kam er zurück.
Irgendwie haben wir es überlebt und können bezeugen was geschah.
Eine Nation, die nicht zerbrochen ist,
sondern unfertig.

Wir, die Menschen nach einem Land und einer Zeit,
in der ein dünnes, schwarzes Mädchen,
das von Sklaven abstammt und von einer alleinerziehenden Mutter groß gezogen wurde,
davon träumen kann Präsidentin eben dieses Landes zu werden,
um sich dann plötzlich vor einem Präsidenten wieder zu finden,
um für eben diese Person ein Gedicht vorzutragen.

Und natürlich sind wir weit davon entfernt glänzend zu sein
oder gar makellos.
Und es bedeutet nicht, das wir danach streben perfekt zu sein.
Wir streben danach eine Gemeinschaft mit einem Zweck zu erschaffen,
ein Land zu aufzubauen, das allen Kulturen, Farben, Charakteren und Lebensumständen der Menschen verpflichtet ist.

Und so konzentrieren wir unsere Blicke nicht auf das, was zwischen uns steht,
sondern auf das was vor uns liegt.
Wir schließen die Kluft, weil wir wissen, dass unsere Zukunft an erster Stelle stehen muss,
deshalb müssen wir zuerst unsere Differenzen beiseitelegen.

Wir senken unsere Arme,
damit wir sie ausstrecken können um einander zu erreichen.
Wir suchen keinen Streit, sondern Übereinkunft und Harmonie für alle Menschen.

Lass den Weltenball sagen das wenigstens dies die Wahrheit ist:
Das wir in unserer Trauer gewachsen sind,
dass wir in unseren Schmerzen die Hoffnung nicht verloren haben,
das wir in unserer Erschöpfung weiter gemacht haben,
dass wir für immer im Sieg verbunden sind.
Nicht weil wir unbesiegbar sind, sondern weil wir uns nie mehr auseinander treiben lassen.

In den Schriften steht wir werden alle
unter Feigenbäumen und Weinreben sitzen
und niemand soll uns ängstigen.
Wenn wir das Ziel unserer Zeit erreichen wollen,
dann wird der Sieg nicht in den Waffen liegen,
sondern in all den Brücken, die wir gebaut haben.
Das ist die versprochene Lichtung.

Den Berg, den wir erklimmen
wenn wir uns nur trauen,
denn Amerikaner zu sein ist mehr als der Stolz, der uns im Blut liegt,
es ist die Vergangenheit in die wir eintreten
und wie wir diese heilen.
Wir haben Kräfte gesehen, die unsere Nation zerschlagen könnten,
anstatt sie zu vereinen.
Die unser Land zerstören würden um den Preis der Demokratie
und diese Anstrengung war fast erfolgreich.
Selbst wenn die Demokratie zeitweilig außer Kraft gesetzt wird,
kann sie niemals besiegt werden.

Auf diese Wahrheit und auf diesen Glauben vertrauen wir.

Während wir unsere Augen auf die Zukunft richten,
richtet die Geschichte ihre Augen auf uns.
Dies ist die Zeit der gerechten Erlösung.
Wir hatten Angst als es begann,
wir fühlten uns diesem Erbe nicht gewachsen
in solch einer beängstigen Situation,
aber darin haben wir auch die Kraft gefunden
um ein neues Kapitel zu schreiben.
Hoffnung und Freude für uns selbst anzubieten.
Wie wir einst gefragt haben wie können wir je diese Katastrophe überstehen?
Können wir uns nun selbstsicher fragen,
wie könnte die Katastrophe jemals uns besiegen?

 Wir werden nicht zurück marschieren zu dem was war,
sondern uns nach vorne bewegen hin zu unseren Zielen.
Eine geschlagene aber vereinte Nation,
in guter Absicht aber mutig,
wild und frei.
Wir werden nicht vom Weg abweichen oder uns einschüchtern lassen,
da wir wissen unsere Untätigkeit und Aktionslosigkeit
bereitet das Erbe der nächsten Generation.
Unsere Verfehlungen werden zu ihren Lasten.
Aber eine Sache ist sicher:
wenn wir Vergeben mit Großartigkeit und
Macht mit Rechtmäßigkeit verbinden,
dann wird die Liebe unser höchstes Gesetz
und das Erbrecht unserer Kinder verändern.
Lasst uns ein Land hinterlassen, das besser ist als das,
welches uns hinterlassen wurde.

Mit jedem Atemzug aus meiner bronzefarbenen Brust:
Wir werden diese verwundete Welt in eine wundersame verwandeln.
Wir werden uns von den goldgliedrigen Hügeln des Westens erheben.
Wir werden uns aus dem windgepeitschten Nordosten erheben,
wo sich unsere Vorfahren zuerst zur Revolution erhoben.
Wir werden uns aus den von Seen umgebenen Städten der Staaten des Mittleren Westens erheben.
Wir werden uns aus dem sonnenverwöhnten Süden erheben.
Wir werden jeden Winkel und jede Ecke unseres Landes wieder aufbauen, versöhnen und wiederherstellen.
Die vielfältigsten und schönen Menschen werden heraustreten,
ramponiert und schön.
Wenn der Tag kommt, treten wir aus dem Schatten,
entbrannt und ohne Angst.

Die neue Morgendämmerung erblüht mit der Befreiung.
Denn es gibt immer Licht,
wenn wir nur mutig genug sind, es zu sehen
wenn wir nur mutig genug wären, es zu sein.

Übersetzung ©Angelika Schäfer